Hadith-Perspektive: Wie der Prophet Muhammed Träume klassifizierte
In Sahih al-Bukhari und Muslim aufgezeichnet, klassifizieren die Lehren des Propheten Muhammed Träume in drei Arten: göttliche frohe Botschaften, satanische Bedrängnis und psychologische Reflexionen.
TRAUMDEUTUNG24.NET / ISTANBUL, TÜRKEI — 04. JAN. 2026
Die Worte und das Leben des Propheten Muhammed (s.a.w), die nach seinem Tod in Hadith-Sammlungen aufgezeichnet wurden, bieten einen umfassenden Rahmen für das Verständnis von Träumen. Wichtige Hadith-Sammlungen, insbesondere Sahih al-Bukhari und Sahih Muslim, widmen diesem Thema spezielle Kapitel und detaillieren die Klassifizierung von Visionen durch den Propheten in unterschiedliche spirituelle und psychologische Kategorien.
Diese Texte offenbaren eine klare Unterscheidung zwischen einer „wahren Vision“ (Ru'ya) und einem „verwirrten Traum“ (Hulm) und etablieren ein Grundprinzip der islamischen Traumdeutung: „Der gute Traum ist von Allah, und der schlechte Traum ist von Satan“.
„Kitab al-Tabir“ in der Hadith-Literatur
Informationen zu Träumen finden sich in fast allen Hadith-Büchern, die die Aussprüche des Propheten sammeln. In Sahih al-Bukhari, zusammengestellt von Muhammad b. Ismail al-Bukhari (gest. 256/868), trägt das 91. Buch den Titel „Kitab al-Tabir“ (Das Buch der Deutung). Dieser Abschnitt enthält etwa 60 Hadithe, die unter 48 Unterüberschriften organisiert sind.
Ähnlich verhält es sich mit Sahih Muslim, zusammengestellt von Muslim b. al-Hajjaj (gest. 261/874), das einen Abschnitt mit dem Titel „Kitab al-Ru'ya“ (Das Buch der Vision) enthält. Dies ist das 42. Buch der Sammlung und beinhaltet 23 Hadithe, die das Verständnis des Propheten von Träumen, Beispiele seiner eigenen Träume und seine Deutungen derselben widerspiegeln.
Die drei Kategorien von Träumen
Den aus diesen Quellen abgeleiteten Hadithen zufolge werden Träume in drei verschiedene Teile bewertet:
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Salih Ru'ya (Rechtschaffene Vision): Dies sind gute Träume, die als frohe Botschaft (Buschra) von Allah dienen.
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Hulm (Satanische Träume): Diese bestehen aus Traurigkeit, Angst oder Albträumen, die von Satan verursacht werden, um den Schlafenden zu bedrängen.
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Innere Gedanken: Dies sind Träume, die aus den eigenen Wahnvorstellungen, dem täglichen Leben oder dem psychologischen Zustand einer Person stammen.
Die theologische Nuance
Während Hadithe schlechte Träume Satan zuschreiben, stellen islamische Gelehrte klar, dass dies nicht bedeutet, dass Satan die Macht der Schöpfung besitzt. In der islamischen Kultur ist Allah zwar der Schöpfer aller Handlungen, aber schlechte Taten werden Ihm aus angemessenem Respekt (Adab) nicht zugeschrieben. Daher ist die Zuschreibung von Albträumen an Satan eine metaphorische Zuschreibung. Gelehrte definieren Träume als spirituelle Wahrnehmungen, die von Allah direkt oder über Engel und Satan als Wahrheit oder Allegorie in das menschliche Herz und Bewusstsein gelegt werden.













