Sind Träume Teil der Prophezeiung? Die Verbindung zwischen Offenbarung und Visionen

Der Prophet Muhammed erklärte, dass die Offenbarung mit „wahren Träumen“ begann, und beschrieb die Träume eines Gläubigen als einen der 46 Teile der Prophezeiung, bekannt als „Mubaschschirat“.

Sind Träume Teil der Prophezeiung? Die Verbindung zwischen Offenbarung und Visionen

TRAUMDEUTUNG24.NET / ISTANBUL, TÜRKEI — 04. JAN. 2026

Der Prophet Muhammed (s.a.w) informierte seine Anhänger, dass der Prozess der göttlichen Offenbarung zuerst mit „wahren Träumen“ (al-Ru'ya al-Sadiqa) begann, die wie der Anbruch der Morgendämmerung wahr wurden. Er betonte die spirituelle Bedeutung dieser Visionen und erklärte, dass die rechtschaffenen Träume eines Gläubigen ein Bruchteil der Prophezeiung selbst seien.

Islamische Gelehrte merken an, dass, obwohl das Prophetentum beendet ist, „Mubaschschirat“ – oder frohe Botschaften in Form von Träumen – als Fenster zur verborgenen Welt erhalten bleiben. Es bleibt jedoch eine entscheidende Unterscheidung bestehen, ob diese Träume eine Quelle für religiöse Urteile sein können.

Die Offenbarung begann mit Träumen

Offenbarung ist definiert als die Art und Weise, wie Allah Seine Befehle und Verbote Seinen Propheten auf besondere Weise mitteilt. Laut Aischa (r.a) kamen die ersten Offenbarungen an den Propheten Muhammed in Form von wahren Träumen während des Schlafs. Der Prophet erklärte, dass diese nächtlichen Visionen im Wachleben genau so eintreten würden, wie er sie gesehen hatte, so klar wie das Morgenlicht.

Einer der 46 Teile der Prophezeiung

Der Prophet Muhammed schätzte gute und schöne Träume als einen Bestandteil des Prophetentums und erklärte: „Der Traum eines Gläubigen ist einer der 46 Teile der Prophezeiung“. In verschiedenen Überlieferungen wird dieser Bruchteil manchmal als 1 zu 40, 45 oder 70 zitiert.

Indem er diese Verbindung zwischen Träumen und Prophetentum herstellte, bemerkte der Prophet weiter: „Das, was vom Prophetentum stammt, kann keine Lüge sein“, was auf die inhärente Wahrheit und Wichtigkeit einer rechtschaffenen Vision hinweist.

Mubaschschirat: Die frohen Botschaften

Der Prophet informierte seine Gefährten, dass es nach ihm keinen Propheten geben würde, dass aber „Mubaschschirat“ (frohe Botschaften) bleiben würden. Als er gefragt wurde, was diese seien, antwortete er: „Der rechtschaffene Traum, den ein Muslim sieht“. Weiterhin wird überliefert, dass er den Vers „Für sie ist die frohe Botschaft im diesseitigen Leben“ (Sure Yunus, 10:64) so interpretierte, dass er sich auf die guten Träume eines Muslims bezieht.

Kann man nach Träumen religiös handeln?

Während sich Gelehrte einig sind, dass die Träume von Propheten eine Form der Offenbarung sind, ziehen sie eine Grenze bei den Träumen anderer. Obwohl die Träume rechtschaffener Menschen unter „Mubaschschirat“ fallen, sind sie für andere nicht bindend. Religiöse Urteile oder allgemeine Entscheidungen können nicht allein auf der Grundlage von Träumen abgeleitet werden, da ihnen die absolute Autorität der direkten Offenbarung fehlt, die Propheten gegeben wurde.

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