Erkennen, ob eine Handlung gut oder schlecht ist – durch Träume
Klassische islamische Überlieferungen erklären, wie man durch Träume erkennen kann, ob eine Handlung gut oder schlecht ist – und an welchen Tagen und zu welchen Stunden Träume wahr werden.
Erkennen, ob eine Handlung gut oder schlecht ist – durch Träume
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Orientierung durch die Heilige Schrift
Im klassischen Werk Lafzu’l-Fevaid, überliefert von Scheich Kaf’ami (r.a.), heißt es: Wer wissen möchte, ob eine Entscheidung oder Handlung gut oder schlecht ist, sollte folgenden Koranvers rezitieren:
„Meinen etwa die Ungläubigen, sie könnten sich Meine Diener außer Mir zu Beschützern nehmen? Wahrlich, Wir haben für die Ungläubigen die Hölle als Herberge bereitet.“ [57]
Danach soll man folgendes Bittgebet sprechen:
اَللّهُمَّ صَلِّ عَلَى مُحَمَّدٍ وَ آلِ مُحَمَّدٍ وَ أَرِني بَياضاً وَ حُمْرَةً
(O Allah, segne Muhammad und seine Familie, und zeige mir das Weiße und das Rote.)
Anschließend legt man sich rein (mit Gebetswaschung), schweigend und in Richtung Qibla schlafen. Inschallah wird im Traum offenbart, ob die geplante Handlung gut oder schädlich ist.
An welchen Tagen Träume wahr werden
Nach Überlieferung von Scheich Bahauddin Amuli (r.a.) hängt die Wahrheit eines Traums auch vom Wochentag ab:
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Freitagabend: meist falsche Träume.
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Samstagabend: wahr und gut.
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Sonntagabend: wahr und erfüllt sich schnell.
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Montagabend: deutet auf Ungerechtigkeit oder Unheil hin.
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Dienstagabend: sehr gut und segensreich.
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Mittwochabend: positiv, oft verbunden mit Reichtum und Wohlstand.
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Donnerstagabend: wahr, Nutzen tritt bald ein.
Wann sind Träume zuverlässig?
Auch die Uhrzeit ist entscheidend:
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Frühe Nachtstunden: bedeutungslos, ohne Wirkung.
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Mitternachtsträume: haben Bedeutung, erfüllen sich aber erst nach Tagen oder Monaten.
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Morgendämmerungsträume: die wahrhaftigsten, oft noch am selben Tag verwirklicht.
Eine Reflexion von Imam Dschaʿfar as-Sadiq (a.s.)
Im Bihar al-Anwar lehrte Imam Dschaʿfar as-Sadiq (a.s.):
„Denke über Schlaf und Träume nach, o Mufaddal! Sieh, wie wahre und falsche Träume miteinander vermischt sind. Wären alle Träume wahr, wäre jeder Mensch ein Prophet; wären alle falsch, hätten Träume keinen Nutzen. Manche bringen Vorteil durch Warnung oder Wegweisung, andere sind falsch, damit die Menschen sich nicht völlig auf Träume verlassen.“
Er erklärte weiter, dass es zwei Arten von Träumen gibt:
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Falsche Träume, verworrene Bilder ohne Bedeutung.
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Wahre Träume, die als Zeichen und Botschaften gelten.
Die wahren Träume wiederum teilen sich in zwei Gruppen:
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Klar erkennbare Träume, die keiner Deutung bedürfen – wie die Vision von Prophet Ibrahim (a.s.), seinen Sohn zu opfern.
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Symbolische Träume, die gedeutet werden müssen – wie die Vision von Prophet Yusuf (a.s.), in der Sonne, Mond und Sterne sich vor ihm verneigten, was sich Jahre später erfüllte.
Jeder Traum ist so einzigartig wie der Mensch, der ihn träumt. Vertraue einem weisen Deuter, um die tiefere Wahrheit deines Traums zu erkennen.













